einfach mal so.
Diese Woche ging es mir irgendwie gar nicht so gut, man kann sagen, die Fliege an der Wand hat mich gestört, nichts war mir recht. Am meisten hat das der beste Ehemann der Welt zu spüren bekommen, denn die sonst vorhandene Toleranz gegenüber den wirklich kleinen Schwächen war mir gänzlichst abhanden gekommen.
Und so ging es Tag für Tag weiter, und wurde beinahe noch schlimmer. Da regt es morgens schon auf, wenn der Sohn seine Hosen im Schrank nicht findet, und der beste Ehemann da auch keine Hilfe ist. Sonst stört mich das alles überhaupt nicht, die Mama macht das schon, und wenn, ist es sofort vergessen und nicht abends noch in meiner Stimmung präsent. Mein lieber Mann macht dafür so viele andere Sachen, die ich nicht kann, und so oft auch allein, ohne mich. Doch diese Woche habe ich davon nichts wissen wollen. Ich stand mir selbst im Weg.
Heute scheint endlich die Sonne und mir geht es plötzlich besser. Ich habe mich gefreut, die Kinder nach Hause zu holen, spaße mit ihnen wieder herum. Depression? Keine Ahnung, äußert sie sich so?
Eine Therapie habe ich mir auch verordnet, spinnen. Das mache ich eigentlich nur noch, wenn ich Zeit habe, und wann habe ich viel Zeit???
Ja, diese Woche war ich eisern. Und habe gelernt. Eile mit Weile, sonst wird das mit dem Spinnen nichts. Zeit lassen, die Gedanken kreisen lassen, Ruhe aufsaugen. Es hat gut getan. Und ein wunderbar fast gleichmäßiger dünner Faden war das Ergebnis.
3 Spulen in Tüchergarnstärke für den Stash sind dabei entstanden. Es ist schön, wenn ich nur zugreifen muss, weil gerade etwas angestrickt werden muss. Im Hintergrund: ein Tuch auf den Nadeln, daß ich jedoch noch nicht zeigen kann, da es sich vom häßlichen Entlein noch zum Schwan entfalten muss, so hoffe ich zumindest. Und fertig ist es noch lange nicht. Aber nächste Woche, ganz bestimmt. Ich fahre zu einer lieben Freundin (Familienpause für ca. 30 Stunden, mehr innere Ruhe habe ich auch dafür nicht), wir sehen uns erst zum zweiten Mal nach genau einem Jahr. Klar, Socken kann ich ihr immer noch mitnehmen, ich weiß, sie freut sich darüber mit ihren kalten Füßen. Dieses Tuch wäre mir aber viel lieber als Geschenk, fiel mir so vor 2 Tagen ein. Also drückt mir die Daumen!

2 x liebe Worte von Euch:
Liebe Anni, oh welch ein Glück, dass Dein Tief vorüberzieht. Weisst Du, bei keinem sind die Tage und Stimmungen gleich. Die Jahreszeit trägt dazu bei - Sonnenentzug -, dass von jetzt auf gleich und ohne erkennbaren Grund die Laune abrutscht. Jeder, der, wie Du, sich daraus befreien kann, ist gesund!
Außerdem bist Du auch eine so liebe Mutmacherin!!!! DANKE Dir!
Wie gern wäre ich ein Mäuschen und könnte Dir beim Spinnen zuschaun! :-))) Würde Dich das eigentlich nervös machen?
Ja und nun werde ich mich parat setzen und Dir die Daumen drücken, für Lust, Liebe, gute Laune, Elan, Strickerfolge ... Viel Freude beim Treffen mit Deiner Freundin! Einen schönen Abend und liebe Grüße von Diana
Hallo Anni, solche Tage haben wir doch alle mal. Wichtig ist nur das sie vorrüber gehen..ein schönes Garn hast du gesponnen..ich werde es morgen das erstemal versuchen mit dem Rad zu spinnen..Ich wünsch dir viel Spaß bei deiner Freundin.
Liebe Grüße Ina
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Ich freue mich immer über liebe und kritische Worte, vielen Dank dafür!